BEHA UNITEST 93408 User manual

Bedienungsanleitung Best.-Nr. 93408/93421
Instruction Manual Cat.No. 93408/93421 (page 14)
Mode d´emploi Réf. No. 93408/93421 (Page 25)
Instrucciones para el manjeo No. 93408/93421 (Página 37)
Digitale Luxmeter
UNITEST ®

Inhalt Seite
1.0 Einleitung / Lieferumfang ............................................................................2
2.0 Sicherheitsmaßnahmen und Hinweise ........................................................3
3.0 Bedienelemente und Anschlüsse ................................................................4
4.0 Lichttechnische Grundlagen........................................................................5
5.0 Durchführen von Messungen gemäß DIN 5035, Teil 6 ................................6
5.1 Verwendung des analogen ..........................................................................8
Schreiberausgangs (nur 93408) ................................................................8
6.0 Berechnungsbeispiel ..................................................................................8
7.0 Wartung ....................................................................................................10
7.1 Kalibrierintervall ........................................................................................10
7.2 Batteriewechsel ........................................................................................10
8.0 Technische Daten ......................................................................................11
Garantie ....................................................................................................12
1.0 Einleitung/Lieferumfang
UNITEST Luxmeter sind für Vergleichsmessungen der Beleuchtungsstärke von bereits instal-
lierten Anlagen bestimmt. Die Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz, in Treppenhäusern usw.
kann mit einem UNITEST Luxmeter schnell und einfach gemessen werden. Die Luxmeter zeich-
nen sich durch folgende Eigenschaften aus:
•Beleuchtungsstärkemessung
• Kalibriert nach PTB-Standard mit 2856K-Normlichtlampe
• 3 1/2-stellige, digitale Anzeige
• Externer Sensor
• Bereitschaftstasche
•Manuelle Messbereichswahl
•Silizium-Sensor
•Integrierter Messwertspeicher (Data Hold)
•Analoger Schreiberausgang (93408)
Im Lieferumfang sind enthalten:
1. Digitales Luxmeter
2. Batterie 9 V IEC 6LR61
3. Bereitschaftstasche
4. Bedienungsanleitung
2
Einleitung/Lieferumfang

Konformitäts-Zeichen, bestätigt die Einhaltung der gültigen EMV-Richtlinie
(89/336/EWG.) Die Normen EN 50081-1 und 50082-1 werden eingehalten.
Die Niederspannungsrichtlinie (73/23/EWG) trifft nicht zu, da die Geräte nicht zur Verwen-
dung unter Spannung geeignet sind.
2.0 Sicherheitsmaßnahmen und Hinweise
Die Abdeckung der Messzelle erst kurz vor der Messung abnehmen und unmittelbar nach
der Messung wieder aufsetzen.
Um Unfällen am Arbeitsplatz vorzubeugen, sollten folgende Punkte beachtet werden:
Leuchtstoffröhren können Stroboskopeffekte erzeugen, wodurch eine optische Täu-
schung über den Bewegungszustand eines Körpers auftreten kann (z.B. bei schnell um-
laufenden Backenfuttern von Drehbänken).
Eine Vergrößerung der Beleuchtungsstärke wird erst ab einem Steigerungsfaktor von
1.5 wahrgenommen.
Der arithmetische Mittelwert der Beleuchtungsstärken an den Arbeitsplätzen darf, un-
abhängig vom Alterungszustand der Beleuchtungsanlage, den 0,8 fachen Wert der
Nennbeleuchtungsstärke nicht unterschreiten.
Das 0.6fache der Nennbeleuchtungsstärke an Arbeitsplätzen darf zu keiner Zeit
unterschritten werden.
Starke Helligkeitsunterschiede ermüden das menschliche Auge sehr schnell
(Adaptionsschwierigkeiten).
Blendung führt zur Minderung des Sehvermögens und des Wohlbefindens des
Menschen.
Die Alterung von Lichtquellen muss berücksichtigt werden.
Deutsch
3
Sicherheitsmaßnahmen und Hinweise

3.0 Bedienelemente und Anschlüsse
1LC-Anzeige
2 Messbereichsanzeige
3“POWER“-Taster zum Einschalten bzw. Ausschalten
4“HOLD“-Taster zur Messwertspeicherung
5“RANGE“-Taster zur Messbereichsumschaltung
6Messzelle (Silizium-Sensor)
7Aufsteller an der Geräterückseite
8Schreiberausgang (nur 93408)
4
Bedienelemente und Anschlüsse
1 2
3
4
5
8
76

4.0 Lichttechnische Grundlagen
Gutes Licht und gute Beleuchtung sind die Grundvoraussetzungen für sicheres und unfall-
freies Agieren des Menschen am Arbeitsplatz oder während der Freizeit.
Raumart Nennbeleuchtungsstärke in Lux
Lagerräume mit großem Lagergut 50
Lagerräume mit Suchaufgaben 100
Lagerräume mit Leseaufgaben 200
Kantinen 200
Toiletten 100
Sanitätsräume 500
Maschinenräume 100
Büroräume 500
Technisches Zeichenbüro 750
Besprechungsräume 300
Räume für Farbprüfung 1000
Montageräume, Prüfräume 1000
Montageräume für Kleinteile 1500
Räume für Datenverarbeitung 500
Verkehrswege in Gebäuden für Personen 50
Verkehrswege in Gebäuden für Fahrzeuge 100
Verkehrswege in Gebäuden (Treppen) 100
Verkehrswege in Gebäuden (Transportbänder) 100
Weitere Richtwerte und die entsprechenden Lichtfarben finden Sie in der DIN 5035, Teil 2,
oder in speziellen Tabellenbüchern.
Die aufgeführten Werte sind Richtwerte. Die Werte beziehen sich im allgemeinen bei hori-
zontalen Arbeitsflächen auf 0,85 m Höhe über dem Boden und bei Verkehrswegen (auf deren
Mittellinie) in max. 0,2 m Höhe über dem Boden.
Die Angaben gelten für einen mittleren Alterungszustand der Beleuchtungsanlage.
Das Ziel jeder lichttechnischen Berechnung ist es, die Anzahl der erforderlichen Lampen und
somit den erforderlichen elektrischen Anschlusswert zu ermitteln. Eine komplette licht-
technische Berechnung würde den Rahmen dieser Bedienungsanleitung sprengen. Eine
einfache, überschlägige Berechnung mittels der Wattregel ist jedoch leicht möglich (siehe
S.8 Berechnungsbeispiel).
5
Lichttechnische Grundlagen
Deutsch

5.0 Durchführen von Messungen gemäß DIN 5035, Teil 6
Vor jeder Messung sollten die folgenden Hinweise beachtet werden:
• In Anlagen mit Entladungslampen (Leuchtstofflampen) müssen die Lampen um mindestens
100 h, Glühlampen mindestens 10 h, gealtert bzw. in Betrieb gewesen sein.
• In Anlagen mit Dampf-Lampen (Natrium, Quecksilber, Halogen, usw.) können die Messwer-
te durch verschiedene Lampentypen mit unterschiedlichen Farbspektren stark variieren.
• Vor Beginn der Messungen sollen die Lampen solange eingeschaltet sein, bis ein stationärer
Zustand der Beleuchtungsanlage erreicht ist (ca. 10...15 min).
• Bei jeder Messung muss der Einfluss von Fremdlicht auf das Messergebnis berücksichtigt
werden. Um ein möglichst genaues Ergebnis zu erhalten, gibt es zwei Vorgehensweisen:
a) Der Raum, in dem eine Messung durchgeführt wird, muss vollständig abgedunkelt werden
(z.B. Messung abends oder in der Nacht). Die Fenster oder Oberlichter werden lichtdicht ab-
gedeckt. Dabei soll der Reflexionsgrad der Abdeckung gleich dem der Verglasung (ca. 10%)
sein.
b) Die erste Messung wird mit eingeschalteter Beleuchtung und Fremdlicht vorgenommen. Die
zweiteMessung wirdmit ausgeschalteter Beleuchtung am selben Ort durchgeführt. Das kor-
rekte Messergebnis wird aus der Differenz Messung 1 minus Messung 2 ermittelt.
Beispiel:
Messwert 1: 1235 lx mit Beleuchtung und Fremdlicht
Messwert 2: 355 lx ohne Beleuchtung, nur Fremdlicht
Messergebnis 1235 lx – 355 lx = 880 lx
Bei dieser Messart ist zu beachten, dass beide Messungen unmittelbar hintereinander durch-
geführt werden, da der Tages- oder Fremdlichtanteil stark schwanken kann.
6
Durchführen von Messungen gemäß DIN 5035, Teil 6

• Für genauere Messungen (z.B. für Verteilungskurven) muss die Versorgungsspannung der
Lampen gemessen und überwacht werden, da Spannungsschwankungen das Messergeb-
nis verfälschen. Bei Messungen von Leuchtstofflampen muss zusätzlich noch die Umge-
bungstemperatur gemessen werden, da der Lichtstrom einer Leuchtstofflampe stark tem-
peraturabhängig ist.
• Die HOLD-Funktion (Messwertspeicherung) muss ausgeschaltet sein.
• Mit dem “RANGE“-Taster (Schalter) sollte immer der größte Messbereich gewählt werden.
Von dieser Stellung aus kann dann, falls erforderlich, in kleinere Messbereiche geschaltet
werden. Bitte beachten Sie, dass eine längere Überlastung der Messzelle durch eine zu hohe
Beleuchtungsstärke in einem zu klein gewählten Messbereich die Langzeit-Messgenauig-
keit des Luxmeters herabsetzt.
• Die Abdeckung der Messzelle erst kurz vor der Messung abnehmen und unmittelbar nach
der Messung wieder aufsetzen.
• Erscheint das Bereichsüberschreitungssignal (nur eine “1“ in der Anzeige), muss der
nächst größere Messbereich durch Drücken des “RANGE“-Tasters gewählt werden.
• Ein angezeigter Wert kann durch Aktivieren der HOLD-Funktion gespeichert werden.
• Die Messzelle ist bei der horizontalen Beleuchtungsstärkemessung waagerecht vor dem
Körper zu halten, so dass das Diffusorfenster der Messzelle zur Decke zeigt. Der Abstand
vom Boden zur Messzelle beträgt bei normalen Innenraummessungen 0.85 m und bei Mes-
sungen von Verkehrswegen in Gebäuden 0.2 m.
• Bei der Messung ist darauf zu achten, dass die Messpunkthöhe und die Lage des Sensors
den Anforderungen entspricht.
• Durch Schattenbildung und Reflektionen von Gegenständen und Körpern können Messfeh-
ler entstehen. Wird der Sensor immer waagerecht und möglichst weit vom eigenen Körper
gehalten, beschränkt sich der Fehler auf ein Minimum.
• Da Beleuchtungsintensität und Einsatzdauer die Empfindlichkeit der Messzelle beeinflus-
sen, ist für eine gleichbleibende Messgenauigkeit ein regelmäßiger Abgleich des Gerätes
von Vorteil.
7
Durchführen von Messungen gemäß DIN 5035, Teil 6
Deutsch

5.1 Verwendung des analogen
Schreiberausgangs (nur 93408)
Zur Aufzeichnung der Beleuchtungsstärke besitzt das Modell 93408 einen analogen Schreiber-
ausgang. An diesen Ausgang kann über eine maximal 3 m lange Anschlussleitung, z.B. einen
Messwertschreiber, angeschlossen werden.
Der Anschluss am Luxmeter erfolgt über eine handelsübliche 3,5-mm-Klinkenbuchse.
Die Anschlussimpedanz darf den Wert von 10 kΩnicht unterschreiten.
Werden die Anschlüsse kurzgeschlossen, zeigt die Anzeige keine verwertbaren Messwerte
mehr an.
Die Ausgangsspannung beträgt 2 V, jeweils bezogen auf den Messbereichsendwert.
6.0 Berechnungsbeispiel
Wattregel:
Für eine Beleuchtungsstärke von 100 lx benötigt man in einem Raum:
• mit Glühbirnenausleuchtung (15 lm/W) eine Leistung von ca. 20 W/m2.
• mit Leuchtstoffröhrenausleuchtung (60 lm/W) eine Leistung von ca 5.5 W/m2.
Sie wollen die Anzahl der erforderlichen Leuchtstoffröhren und deren Leistung in einem Büro-
raum, der mit 500 lx in der Richtwerttabelle angegeben ist, berechnen. Die Bürobodenfläche
beträgt 40 m2.
8
Verwendung des analogen Schreiberausgangs (nur 93408)

Die erforderliche Leistung beträgt für 100 lx:
W
P = 5,5 ––––– x 40 m2= 220 W
m2
für 500 lx fünfmal soviel, also ca. 1100 W.
Installiert werden sollen Leuchtstoffröhren vom Typ L 65 W.
1100 W
Anzahl Lampen = ––––––– = 16,9
65 W
Es müssten demnach überschlägig 17 Lampen mit je 65 W installiert werden.
Diese Werte können je nach der Farbe eines Raumes schwanken. Man findet in Listen und
Tabellenbüchern zahlreiche Angaben über den sogenannten Beleuchtungswirkungsgrad, mit
welchem genauere Berechnungen möglich sind.
Um Unfällen am Arbeitsplatz vorzubeugen, sollten folgende Punkte beachtet werden:
• Leuchtstoffröhren können Stroboskopeffekte erzeugen, wodurch eine optische Täuschung
über den Bewegungszustand eines Körpers auftreten kann (z.B. bei schnell umlaufenden
Backenfuttern von Drehbänken).
• Eine Vergrößerung der Beleuchtungsstärke wird erst ab einem Steigerungsfaktor von 1.5
wahrgenommen.
• Das 0.8-fache der Nennbeleuchtungsstärke an Arbeitsplätzen darf nicht unterschritten wer-
den.
• Das 0.6-fache der Nennbeleuchtungsstärke an Arbeitsplätzen darf zu keiner Zeit unter-
schritten werden.
• Starke Helligkeitsunterschiede ermüden das menschliche Auge sehr schnell (Adaptions-
schwierigkeiten).
• Blendung führt zur Minderung des Sehvermögens und des Wohlbefindens des Menschen.
• Die Alterung von Lichtquellen muss beachtet werden.
9
Berechnungsbeispiel
Deutsch

7.0 Wartung
Das Gerät benötigt bei einem Gebrauch, wie in der Betriebsanleitung gefordert, keine
besondere Wartung.
Sollten Sie im praktischen Alltag Anwendungsprobleme haben, steht Ihnen unter der Hot-
line (Rufnummer 0 76 84 / 80 09-429) unser Beratungs-Service kostenlos zur Verfügung.
Die Funktion ist bei Modifizierung oder Umbau nicht mehr gewährleistet. Sollte das Gerät durch
den Gebrauch verschmutzt worden sein, bitte mit einem feuchten Tuch und evtl. mildem Haus-
haltsreiniger säubern. Verwenden Sie niemals scharfe Reiniger oder Lösungsmittel.
7.1 Kalibrierintervall
Um die angegebenen Genauigkeiten der Messergebnisse zu erhalten, muss das Gerät regel-
mäßig durch unseren Werksservice kalibriert werden. Wir empfehlen ein Kalibrierintervall von
einem Jahr. Bei häufigem Einsatz des Gerätes bzw. bei Anwendungen unter rauen Bedingun-
gen sind kürzere Fristen zu empfehlen. Sollte das Gerät wenig benutzt werden, so kann das Ka-
librierintervall auf bis zu 3 Jahre verlängert werden
Die Geräte werden nach PTB-Standard unter Nutzung einer Normlichtlampe mit einer
Farbtemperatur von 2856 K kalibriert.
7.2 Batteriewechsel
Die Batterie muss gewechselt werden, wenn in der Anzeige das Symbol “BT“ erscheint. Bei
entladener Batterie können die angezeigten Werte ungenau sein.
Luxmeter ausschalten und von evtl. angeschlossenen Messleitungen (nur 93408) trennen.
Batteriefach auf der Rückseite des Gehäuses öffnen, alte Batterie durch neue ersetzen und Bat-
teriefach wieder schließen. Entladene Batterien dürfen nicht im Gerät verbleiben.
Achten Sie beim Wechsel unbedingt auf richtige Polarität.
Bitte denken Sie an dieser Stelle auch an unsere Umwelt. Werfen Sie verbrauchte Batte-
rien bzw. Akkus nicht in den normalen Hausmüll, sondern geben Sie die Batterien bei
Sondermülldeponien oder Sondermüllsammlungen ab. Meist können Batterien auch dort
abgegeben werden, wo neue gekauft werden.
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Wartung/Batteriewechsel
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