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Date: 27 April 2005
Issue: 1.7
Page
Seite 10
Jenatschstrasse 1
CH-8002 Zürich
Deutsch
7.2.3 Signalisierung (siehe Fig. 5.1, Fig. 5.2, Fig.5.3 und Fig. 5.4 ÎVerbinder J2):
Die beiden DC-OK Ausgänge dienen der präventiven Funktionsüberwachung der Stromversorgung. Es steht ein potentialfreier Signalkontakt (siehe
Fig. 5.1, Fig. 5.2, Fig. 5.3 und Fig. 5.4 ÎVerbinder J2, Pin 6 & Pin 7) und ein aktives DC-OK Signal (siehe Fig. 5.1, Fig. 5.2, Fig. 5.3 und Fig. 5.4 Î
Verbinder J2, Pin 5) zur Verfügung. Zusätzlich ermöglicht die DC-OK LED eine Funktionsauswertung der Stromversorgung direkt am Einsatzort.
7.2.3.1 Potentialfreier Kontakt (siehe Fig. 5.1, Fig. 5.2, Fig.5.3 und Fig. 5.4):
Der potentialfreie Signalkontakt signalisiert durch Öffnen eine Unterschreitung der Ausgangsspannung: TSP xxx-112 Îzwischen 9 und
11VDC; TSP xxx-124 Îzwischen 18 und 22VDC. Der potentialfreie Relaiskontakt ist beim TSP 070-112 und TSP 0901-124(N): Verbinder J2,
Pin 4 and Pin 5 / TSP 140-112, TSP 180-124 und TSP 360-124: Verbinder J2, Pin 6 und Pin 7 / TSP 600-124: Verbinder J5, Pin 1 und Pin 2
vorhanden. Es können Signale und ohmsche Lasten bis max. 30VDC und Ströme von max. 1A geschaltet werden. Beim schalten von stark
induktiven Lasten, wie z.B. Relais, ist eine geeignete Schutzbeschaltung (z.B. Freilaufdioden) erforderlich.
7.2.3.2 Aktiver Signalausgang (siehe Fig. 5.1, Fig. 5.2, Fig.5.3 und Fig. 5.4):
11VDC ±1VDC (TSP xxx-112) oder 22VDC ±2VDC (TSP xxx-124) liegt zwischen den Anschlussklemmen DC-OK (TSP 070-112 und TSP 090-
124(N): Verbinder J2, Pin 3 / TSP 140-112, TSP 180-124 und TSP 360-124: Verbinder J2, Pin5 / TSP 600-124: Verbinder J5, Pin 3) und “-“
(Verbinder J2, Pin 1) an und kann mit bis zu 60mA (TSP xxx-112) oder 30mA (TSP xxx-124) belastet werden. Die Referenz dieses
Signalausgang ist –Vout (GND) und signalisiert durch Wechsel von “aktiv high“ auf “low“ eine Unterschreitung der Ausgangsspannung: TSP
xxx-112 Îzwischen 9 und 11VDC; TSP xxx-124 Îzwischen 18 und 22VDC.
Das DC-OK Signal ist vom Power-Ausgang entkoppelt. Somit ist eine Fremdeinspeisung durch parallelgeschaltete Stromversorgungen
ausgeschlossen. Das DC-OK Signal kann zur Auswertung direkt an einen Logikeingang angeschlossen werden.
7.2.3.3 Signalschleifen:
Die beiden vorher genannten Signalausgänge lassen sich auf einfache Weise kombinieren.
Beispiel: Überwachung von zwei Geräten.
Nutzen Sie den aktiven Meldeausgang von der Stromversorgung 1 und schleifen Sie den potentialfreien Meldeausgang von der
Stromversorgung 2 ein. Bei Funktionsstörung erhalten Sie eine Sammelstörmeldung. Es können bis zu 5 Stromversorgungen eingeschleift
werden. Diese Signalkombination spart Verdrahtungskosten und Logikeingänge.
7.2.3.4 DC-OK LED:
Die DC-OK LED ist ein zweifarben LED welche eine Funktionsauswertung vor Ort am Schaltschrank ermöglicht. DC-OK LED leuchtet grün –
normale Funktion. DC-OK LED leuchtet rot – Fehlfunktion des Ausganges bei anliegender Eingansspannung.
8. Funktion:
8.1 Ausgangskennlinie:
Sofern die Umgebungstemperatur nicht höher als +40°C beträgt kann die Stromversorgung Iout max liefern (siehe Datenblatt). Bei stärkerer
Belastung durchläuft der Arbeitspunkt, mittels einem Überstromschutz, eine U/I Kennlinie. Der Ausgangstrom wird durch eine elektronische
Strombegrenzung auf Iout max begrenzt und startet wieder automatisch auf wenn der sekundäre Kurzschluss oder Überlastkondition behoben ist.
Die U/I Kennlinie gewährleistet, dass starke Kapazitive Lasten als Verbraucher problemlos versorgt werden können.
8.2 Temperaturverhalten:
Die Stromversorgungen sollten nicht mit höheren Belastungen betrieben werden als in den Leistungsreduktionskurven angegeben wird (siehe
Fig. 4.1 und Fig. 4.2). Die Stromversorgungen schalten bei thermischer Überlast aus und schalten nach genügender Abkühlung wieder ein.
8.3 Parallelbetrieb:
Bis zu 5 typengleiche Stromversorgungen können zur Leistungserhöhung parallel geschaltet werden. Bei nparallel geschalteten Stromversorgungen
kann der Ausgangstrom auf n x Iout max erhöht werden. Die Parallelschaltung zur Leistungserhöhung findet ihren Einsatz bei der Erweiterung
bestehender Anlagen. Es wird eine Parallelschaltung empfohlen, wenn die Stromversorgung nicht den Strombedarf des Leistungsstärksten Verbrauer
abdeckt. Ansonsten sollten die Verbraucher auf voneinander unabhängige Einzelgeräte aufgeteilt werden.
Um ein sicheres und zuverlässiges Aufstarten zu gewährleisten sollte der Jumper J4 gesetzt werden (siehe Fig. 5.1, Fig. 5.2, Fig. 5.3 und Fig. 5.4). Ist
der Jumper zwischen Pin 1 und Pin 2 des Verbinders J4 gesetzt ist die Stromversorgung für einen normalen Betrieb eingestellt. Um typengleiche
Stromversorgungen parallel zuschalten muss der Jumper zwischen Pin 2 und Pin 3 des Verbinders J4 gesetzt sein. Bei der Auslieferung ist dieser
Jumper für den Normalbetrieb eingestellt (zwischen Pin 1 und Pin 2 der Verbinders J4).
Wird eine Justierung der Ausgangsspannung durchgeführt, so wird eine gleichmässige Stromaufteilung durch exakte Einstellung sämtlicher parallel
betriebener Stromversorgungen auf eine gleiche Ausgangsspannung gewährleistet. Für eine symmetrische Stromaufteilung empfehlen wir, alle
Kabelverbindungen von der Stromversorgung zu einer Sammelschiene in gleicher Länge und mit dem gleichen Leiterquerschnitt auszuführen!
Systembedingt sollte bei Parallelschaltung von mehr als zwei Stromversorgungen eine Schutzbeschaltung an jeden einzelnen
Stromversorgungsausgang installiert werden (z.B. Entkopplungsdioden oder DC-Sicherung). Somit werden bei einem Stromversorgungsdefekt hohe
rückwärtsgespeiste Ströme vermieden.
8.4 Redundanzbetrieb:
Ein echter und sehr zuverlässiger Redundanzbetrieb kann mit dem Einsatz unseres Redundanzmoduls TSP-REM360 und zwei Stromversorgungen
aus unserer TSP Familie (TSP 070, TSP 090, TSP 140, TSP 180 und TSP 360) gewährleistet werden, ohne das zusätzlich externe Komponenten
angeschlossen werden müssen. Dieses Modul sichert eine äquivalente Aufteilung des Ausgangsstroms jeder Stromversorgung. Dieses System ist
wirklich redundant und stellt selbst dann noch die volle Ausgangsleistung zur Verfügung auch wenn eine Stromversorgung ist komplett ausgefallen z.B.
Kurzschluss am Ausgang. Kommt es zu einem Stromversorgungsdefekt oder wird eine Stromversorgung abgehängt übernimmt automatisch die
andere Stromversorgung unterbrechungsfrei die vollständige Stromversorgung der Applikation. Die Redundanz des Systems ist überwacht und wenn
die Redundanz nicht mehr gewährleistet ist, wird dies mittels einem Signalausgang signalisiert.
8.5 Puffermodul:
Das TSP-BFM24 Puffermodul hält die Ausgangsspannung konstant auf 24VDC, selbst wenn die Eingangsspannung für 10 voll 50Hz Zyklen ausfällt.
Für viele Applikationen ist dieses Modul eine ideale und kostengünstige Alternative zu einem Batterie-Backup System. Dieses Puffermodul beinhaltet
eine grosse Kondensatorenbank. Sobald die Stromversorgung eingeschaltet wird lädt sich dies Kondensatorenbank auf. Die Aufladung dieser
Kondensatorenbank dauert ca. 30 Sekunden und ein Optokoppler-Signal signalisiert wenn das Modul zum Einsatz bereit ist. Sobald die
Eingangsspannung abfällt wird die Kondensatorenbank entladen und hält die Ausgangsspannung am Puffermodul konstant auf dem nominalen Wert.
Diese Kondition wird mittels dem „Power-Fail Signal“ signalisiert. Die Überbrückungszeit beträgt typisch 200ms bei einem Ausgangsstrom von 25A und
typisch 4 Sekunden bei einem Ausgangsstrom von 1.2A. Nach 4 Sekunden schaltet das Puffermodul automatisch ab. Der Betriebsmoduls des Moduls
wird durch eine LED, in der Frontabdeckung, angezeigt. Der grosse Vorteil dieses Puffermoduls ist, das es wartungsfrei ist und die Speicherkapazität
sich über die Lebensdauer des Moduls nicht verändert.