Quintex LB Series User manual

Betriebsanleitung / Operating manual
Leitungsdurchführungen / line bushings
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Leitungsdurchführungen / line bushings
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Inhalt
1.
ersteller ................................................................................................................... 3
2.
Verwendung .............................................................................................................. 3
3.
Typenschlüssel ......................................................................................................... 4
4.
Zulassung und Kennzeichnung ................................................................................. 5
5.
Technische Daten ..................................................................................................... 5
6.
Lagerung und Verarbeitung ...................................................................................... 6
7.
Sicherheitshinweise .................................................................................................. 7
8.
Montage und Inbetriebnahme ................................................................................... 8
9.
Betrieb, Wartung und Störungsbeseitigung ............................................................. 14
1.
Manufacturer ........................................................................................................... 16
2.
Description .............................................................................................................. 16
3.
Identification Key ..................................................................................................... 17
4.
Certification & labelling ............................................................................................ 18
5.
Technical data ......................................................................................................... 18
6.
Storage and processing .......................................................................................... 19
7.
Safety advice .......................................................................................................... 20
8.
Installation & start up............................................................................................... 21
9.
Operation, service & maintenance .......................................................................... 27
10.
EU – Konformitätserklärung / EU Declaration of compliance .................................. 28
Notizen / notes ................................................................................................................... 29

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Leitungsdurchführungen / line bushings
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1. Hersteller
Quintex Gmb
i_Park Tauberfranken 13
D-97922 Lauda-Königshofen
Tel.: +49 (0)9343 / 6130-0
Fax: +49 (0)9343 / 6130-105
Email: info@quintex.info
Internet: www.quintex.eu
2. Verwendung
Die Leitungseinführung bzw. Leitungsdurchführungen dienen der elektrischen Verbindung
von Geräten in explosionsgefährdeten Gehäusen. Dies kann sowohl zwischen einem
druckfesten Gehäuse und einem Gehäuse einer anderen Zündschutzart oder von
druckfest gekapselten Gehäusen untereinander sein.
Dies gilt auch bei einem Einsatz von Leitungseinführungen bzw. Leitungsdurchführungen
mit drehbarem Adapter (2-Pfad Ausführung).
Leitungseinführungen bzw. Leitungsdurchführungen mit Schlagschutz (UV-Schutz) können
zudem als Kabeleinführung für eine elektrische Verbindung von außen in ein druckfest
gekapseltes Gehäuse verwendet werden.
Leitungseinführungen bzw. Leitungsdurchführungen ohne Adern dürfen als
Verschlusselemente von Gehäusen der Zündschutzart druckfester Kapselung eingesetzt
werden.
Je nach Ausführung sind sie für eigensichere Stromkreise, Mess-, Regel- und
Steuerkreise oder für Energiekreise oder Kombinationen dieser Kreise geeignet.
Alle Leitungseinführungen bzw. Leitungsdurchführungen sind mit einem
hochtemperaturbeständigen, kriechstromfesten arz vergossen und somit gegen die
Gehäusewandung isoliert.
Die Leitungseinführungen bzw. Leitungsdurchführungen können in explosionsgefährdeten
Bereichen der Zone 1/21 und 2/22 sowie für den Bergbau (Mining) entsprechend der
bescheinigten max. Oberflächentemperatur eingesetzt werden.
Sie entsprechen der Richtlinie 2014/34/EU (Directive 2014/34/EU).

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3. ypenschlüssel
LB _ _ _ _ _ _ _ / _____
*Ist auch für Verschlusselement verfügbar.
Kennzeichnung Leitungseinführung
Kennziffer Ausführung:
S= schraubbar, P= steckbar
U= schraubbar mit Schlagschutz
Z= s
teckbar mit Schlagschutz
Ohne Ex-Schutz Relevanz
Kennziffer Gewindeform / Spalt:
M = metrisch
N = NPT-Gewinde
W= Whitworth-Rohr Gewinde
S = Sonder Gewinde gemäß
Mindestanforderungen nach
IEC/EN 600079-1/Tabelle 3 oder 4
1 = ohne Gewinde
Spaltlänge ≥ 12,5mm <25mm
2 = ohne Gewinde
Spaltlänge ≥ 25mm < 40mm
3 = ohne Gewinde
Spaltlänge ≥ 40mm)
P = Sonderform gemäß
Mindestanforderungen nach
EN 60079-1 / Tabelle 1 oder 2
Mittenrauhwert Ra<6,3µm
Gewindegröße / ülsendurchmesser
(2-stellig):
10,15,16,18,22,24,30,32,33,34,36,
38,40,42..
Kennziffer
Bemessungsisolationsspannung:
0 = ohne
1 = 440V ; 2 = 690 V; 3= 1000V
4 = 3000V; 5= 6000V
Anzahl der Adern (2-stellig)
00 = keine Adern (Blindstopfen)
55 = 5
5 Adern

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4. Zulassung und Kennzeichnung
ersteller: Quintex Gmb
Typ: LB_ _ _ _ _ _ _/_ _ _ _
Prüfbescheinigungen: EPS 11 ATEX 1 342 X
FM 3039411
TC RU C-DE.ME92.B.00458 (Gost)
C
CSA
US
2140177
IECEx EPS 11.0004X
UL 20171004-E467949
Kennzeichnung: II 2G Ex db eb IIC T4/T5/T6 Gb
II 2D Ex tb IIIC T135°C/T100°C/T85°C Db IP66
I M2 Ex d I Mb
Class I, Div I Gr.A,B,C,D / max.2000 psig secondary seal
Normen: IEC/EN 60079-0, IEC/EN 60079-1, IEC/EN 13463-3
IEC/EN 60079-31, IEC/EN 60079-7
Richtlinie: 2014/34/EU
CE:
2004
5. echnische Daten
Bemessungsspannung: bis 6000V (Je nach Ausführung)
Litzenquerschnitte: 0,08mm² bis 185mm²
Temperaturbereich: -55°C115°C
(Je nach Ausführung)
Maximalbestückung: bis zu 55 Litzen
Gewindehülse: M10 bis M72
Metrisches-, NPT-, Rohr- und Sondergewinde
(siehe Typenschlüssel)
Steckhülse: Ø10mm bis Ø80mm
ülsen- / Stecklänge: >10mm
ülsenmaterial: Messing vernickelt, Edelstahl
(Je nach Ausführung)
Standard Litzenmaterial: Radox 125
(Je nach Ausführung andere Materialien)
IP Schutz: IP 66 mit zusätzlicher Dichtung möglich
(bei kundeseitiger Anforderung oder bei Ex e)

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Bemessungsstrom pro Leiter bei 80°C (T6) am Leiter bei Umgebungstemperatur Ta=40°C
und Bemessungsstrom pro Leiter bei 115°C (T4) am Leiter bei Umgebungstemperatur
Ta=80°C:
Leiterquerschnitt in mm²
Bemessungsstrom in A Leiterquerschnitt in mm²
Bemessungsstrom in A
0,08 1,0 10,0 50,0
0,25 3,0 16,0 67,0
0,35 5,5 25,0 90,0
0,50 7,5 35,0 110,0
0,75 10,0 50,0 140,0
1,00 12,0 70,0 170,0
1,50 15,0 95,0 205,0
2,50 21,0 120,0 240,0
4,00 28,0 150,0 270,0
6,00 36,0 185,0 310,0
Die vollständigen technischen Daten sind der EG-Baumusterprüfbescheinigungen zu
entnehmen.
6. Lagerung und Verarbeitung
Zu beachten sind unter anderem nachfolgende Lagerbedingungen, welche bei
Nichtbeachtung die Qualität von Leitungsdurchführungen beeinträchtigen können:
• Die Lagerung sollte an einem trockenen, frostfreien und vor direkter
Sonneneinstrahlung geschützten Ort erfolgen, um den Kabelmantel vor Schäden
und Ausbleichen zu schützen. Vor der Verarbeitung sind die Leitungen min. 24 h in
geschlossenen Räumen zu lagern, um Raumtemperatur anzunehmen.
• Die Leitungen dürfen nicht mit Chemikalien und korrosiven Medien in Verbindung
gebracht werden.
Grundsätzlich ist das Kabel entsprechend den Vorgaben im Datenblatt, gemäß den
Normen nach denen das Kabel konstruiert wurde, sowie der originären Anwendung für die
das Kabel vorgesehen ist, zu verwenden. Mechanische Kräfte sollen nur in der Form auf
das Kabel einwirken, dass die Leitungsbestandteile zu keiner Zeit verändert oder
beschädigt werden. Dies gilt auch bei der Verwendung von z. B. Kabelbindern, Metallösen
oder sonstigem Kontakt mit scharfkantigen Gegenständen.
Um eine Beschädigung des Kabels bei einer Biegung auszuschließen, ist der innere min.
Biegeradius zu beachten. Der ausgewiesene Radius wird durch ein Vielfaches des
Außendurchmessers bestimmt. Die angegebenen Werte sind nur für fest installierte Kabel
gültig.

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7. Sicherheitshinweise
Für elektrische Anlagen sind die einschlägigen Errichtungs- und Betriebsbestimmungen zu
beachten (z.B. RL1999/92/EG, RL2014/34/EU, IEC/EN 60079-14 und die einschlägigen
nationalen Normen).
Wird die Zündschutzart betroffen, dürfen nur Originalteile beim Austausch verwendet
werden (z. B. Adapter).
Montage / Demontage, Betriebs- und Wartungsarbeiten dürfen nur von ausgebildetem
Fachpersonal durchgeführt werden.
Es müssen alle allgemeingültigen gesetzlichen Regeln und die sonstigen verbindlichen
Richtlinien zur Arbeitssicherheit, zur Unfallverhütung und zum Umweltschutz eingehalten
werden.
Verwenden Sie die Leitungseinführungen bzw. Leitungsdurchführungen nur für den
zugelassenen Einsatzzweck.
Staubablagerungen > 5mm müssen beseitigt werden.
Offene Leitungsenden müssen aufgelegt werden.
Der Explosionsschutz ist nicht oder nicht mehr gewährleistet, wenn:
• der Verguß beschädigt, gerissen oder abgeplatzt ist
• die Spaltaußenfläche der ülse beschädigt ist
• die Leitungseinführungen bzw. Leitungsdurchführungen nicht gegen Selbstlockern
gesichert sind
• die Isolierungen der Leitungen beschädigt sind
• die Leitungseinführungen bzw. Leitungsdurchführungen umgebaut oder verändert
werden

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8. Montage und Inbetriebnahme
Beim Einbau und dem Betrieb explosionsgeschützter elektrischer Anlagen sind die
einschlägigen nationalen Errichtungs- und Betriebsbestimmungen zu beachten (z.B.
BetrSichV, IEC/EN 60079-14 und die Reihe VDE 0100).
Montage/ Demontage
Schraubbare Leitungseinführung bzw. Leitungsdurchführung:
Die Gewindebohrung des druckfesten Gehäuses, in welche die Leitungseinführung bzw.
Leitungsdurchführung eingebracht wird, muss der IEC/EN 60079-1, Abschnitt 5.3
entsprechen.
Gewindesteigung: ≥ 0,7mm
Gütegrad: ISO 965-1/-3 mittel (m)
Zahl der Gewindegänge: ≥ 6
Einschraubtiefe bei Gehäusen: ≤ 100cm³ ≥ 5mm
≥ 100cm³ ≥ 8mm
Sicherungsmöglichkeiten:
Anwendung bei starken Vibrationen:
Einbaubedingungen gelten auch für Blindstopfen und 2-Pfad Ausführung.
Gegenmutter
Gehäusewand
Leitungseinführung /
Leitungsdurchführung
Gehäusewand
Leitungseinführung /
Leitungsdurchführung
Kleben (temperaturbeständiger Kleber)
Gehäusewand
Leitungseinführung /
Leitungsdurchführung
Gegenmutter
Federring

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Steckbare Leitungseinführung bzw. Leitungsdurchführung:
Die Bohrung des druckfesten Gehäuses, in welcher die Leitungseinführung bzw.
Leitungsdurchführung eingebracht wird, muss hinsichtlich der vorhandenen Spaltlänge
und Spaltweite den Anforderungen der IEC/EN 60079-1, Abschnitt 5.2.1 und 5.2.2
entsprechen.
Der Mittenrauhwert (ISO 468) muss Ra ≤6,3µm sein.
Zylindrischer Spalt, abhängig von Volumen (V) und Gruppe, sowie von wählbarer
Spaltlänge (L), siehe IEC/EN 60079-1/Tabelle 2
(L ≥ 12,5mm bzw. L ≥ 25mm bzw. L ≥ 40mm).
Sicherungsmöglichkeiten bei Einbau mit Sicherungsring DIN 471 (für Welle):
Sicherungsmöglichkeiten bei Einbau mit Sicherungsring DIN 472 (für Bohrung):
Einbaubedingungen gelten auch für Blindstopfen und 2-Pfad Ausführung.
Anlage Bund gegen eine Fläche
Sicherungsring
Leitungseinführung /
Leitungsdurchführung
Gehäusewand
Gehäusewand
Sicherungsring
Kleben (temperaturbeständiger Kleber)
Leitungseinführung /
Leitungsdurchführung
Gehäusewand
Sicherungsring
Leitungseinführung /
Leitungsdurchführung
Anlage Bund gegen eine Fläche
Gehäusewand
Kleben (temperaturbeständiger Kleber)
Sicherungsring
Leitungseinführung /
Leitungsdurchführung

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Allgemein
Es ist sicherzustellen, dass die Leitungseinführungen bzw. Leitungsdurchführungen gegen
Verdrehen und Selbstlockern gesichert sind (siehe Abbildung Seite 7).
Bei Einbauwandstärke ≤ 8mm: kein Ex-Schutz mehr vorhanden.
Bei Einbauwandstärke 8 – 10mm: metallische Unterlegscheibe von s = 2mm zwischen
ülsenbund und Gehäusewand einbauen.
Bei Einbauwandstärke ≥ 10mm: keine zusätzlichen Vorkehrungen notwendig.
Der Anschluss der Anschlussadern der Leitungseinführungen bzw.
Leitungsdurchführungen muss in Gehäusen erfolgen die einer genormten Zündschutzart
nach IEC/EN 60079-0 entsprechen.
Schraubbare Leitungsdurchführungen mit und ohne Dichtung sind handfest anzuziehen.
Installation
Der Anschlussraum muss gemäß IEC/EN 60079-0, Absatz 14.2 und 14.4 ausgeführt sein.
Bei Ex-e Gehäusen in der Zündschutzart Erhöhte Sicherheit muss mindestens Schutzart
IP 54 gewährleistet sein.
Sind notwendige technische Angaben nicht auf der Leitungseinführung bzw.
Leitungsdurchführung angegeben, sind diese den Lieferpapieren zu entnehmen.
Bei maximaler Strombelastung, maximaler Gehäuseerwärmung und maximaler
Umgebungstemperatur dürfen die Temperaturgrenzwerte (Gekennzeichnet auf der
Leitungseinführung bzw. Leitungsdurchführung) nicht überschritten werden um
Schädigungen der Kabel zu vermeiden.
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