AKG C 535 EB User manual

Bedienungshinweise
User Instructions
Mode d’emploi
Istruzioni per l’uso
Modo de empleo
C 535 EB

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Beschreibung:
Das Kondensatormikrofon C 535 EB mit nierenförmiger Richtcharakte-
ristik ist speziell für den professionellen Vokal- und Instrumentaleinsatz
auf der Bühne und im Studio konzipiert worden.
Überall dort, wo hohe Anforderungen an die Aufnahmequalität und
Robustheit eines Mikrofons gestellt werden, erweist sich das C 535 EB
als bestens geeignet. Der überlegene technische Aufbau des Mikro-
fons, der, ohne Kompromisse einzugehen, auf die Anforderungen der
modernen Musikszene abgestimmt wurde, bietet dem Anwender eine
Reihe von Vorteilen, wie z. B. einen weiten Übertragungsbereich, ge-
ringste Verzerrungen auch bei hohen Schallpegeln, beste Körper-
schalldämpfung, einwandfreie Funktion auch bei extremen Temperatur-
und Feuchtigkeitsverhältnissen sowie robusten, mechanischen Aufbau.
Die ausgewogene Gewichtsverteilung sowie die Kompaktheit des
Mikrofons ermöglichen vor allem den Vokalisten eine ermüdungsfreie
Handhabung. Der hochwertige Kondensatorwandler ist in eine elasti-
sche Lagerung eingeschraubt. Die Übertragung von Hand- und Kabel-
geräuschen wird so wirkungsvoll vermieden. Durch den Einsatz von
äußerst dünnen Membranmaterialien und der damit erzielten Reduktion
der bewegten Massen auf ca. 2 mg, resultiert das ausgezeichnete Ein-
und Ausschwing- sowie Impulsverhalten dieses Mikrofons. Ein brillan-
tes durchsichtiges, unverfälschtes Klangbild einer Stimme oder eines
Instrumentes wird auf diese Weise erzielt.
Der robuste Stahldrahtgitterkorb verträgt auch den rauhen Bühnenbe-
trieb und schützt den Wandler vor mechanischer Beschädigung. Eine
zusätzliche Schaumstoffauskleidung unterdrückt die beim Gesang auf-
tretenden Popgeräusche oder Blasgeräusche der Blasinstrumente.
Eine weitgehende Anpassung des Frequenzganges sowie der Empfind-
lichkeit des Mikrofons an unterschiedliche Aufnahmesituationen ist
durch den eingebauten Kombischalter
möglich. Damit unabsichtliches Umschal-
ten vermieden wird, ist das Bedienungsele-
ment des Schalters versenkt angeordnet.
Die gewünschte Schalterstellung kann mit
Hilfe eines kleinen Schraubenziehers oder
eines anderen spitzen Gegenstandes ein-
gestellt werden.
Es besteht die Möglichkeit, unter vier Ein-
stellungsvarianten zu wählen:
0dB – Kondensatormikrofonpegel
7 mV/Pa, linear, Über-
steuerungsgrenze 130 dB SPL.

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0dB Kondensatormikrofonpegel mit Bass-Cut-Filter, unter
100 Hz, Steilheit 12 dB/Oktave.
Anwendung: Vorwiegend für Instrumentalaufnahmen, zur
Reduktion von unerwünschtem, tieffrequentem Körperschall.
–14 dB – Dämpfung –14 dB, dynamischer Mikrofonpegel, linear,
Übersteuerungsgrenze 144 dB SPL.
Anwendung: Für die Aufnahme von Instrumenten mit hoher
Lautstärke bzw. um die Übersteuerung von Mischpult- oder
Verstärkereingängen zu vermeiden, die auf den Anschluss
dynamischer Mikrofone abgestimmt sind.
–14 dB Vordämpfung –14 dB mit zusätzlichem Bass-Roll-off-Filter
unter 500 Hz, Steilheit 4 dB/Oktave.
Anwendung: Wie vorher, vorwiegend für Vokal-, aber auch
Instrumentalaufnahmen, bei Verwendung des Mikrofones im
Nahbereich der Schallquelle, wenn der Naheffekt wirkungs-
voll unterdrückt werden soll.
Das Mikrofongehäuse aus Zink-Alu-Druckguss enthält Vorverstärker,
Gleichspannungs-Regulatorschaltung, Impedanzwandler, Ausgangs-
übertrager sowie den 3-poligen Standard XLR-Stecker.
Beschaltung: symmetrisch erdfrei. Die Oberfläche des C 535 EB ist
matt-schwarz: damit wird eine weitgehende Unauffälligkeit, vor allem
für TV- und Bühneneinsatz, gewährleistet. Störende Lichtreflexe bei
Verwendung von starken Scheinwerferanlagen werden wirkungsvoll
vermieden.
Das C 535 EB eignet sich für externe Universal-Phantomspeisung
(9–52 V nach DIN 45596) und kann direkt aus Mischpulten, Tonband-
maschinen oder einem Batterie- oder Netz-Phantomspeisegerät be-
trieben werden. Der Strombedarf liegt unter 1 mA. Ihr C 535 EB weist
außerdem eine individuelle Seriennummer auf und wird gemeinsam mit
einem elastischen „Quick-release“-Stativanschluss SA 41/1 in einem
robusten, mit Weichschaumstoff ausgekleideten Etui geliefert.

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Anwendungshinweise:
Wir haben das C 535 EB in Abstimmung mit den Anforderungen der
Musiker entwickelt. Überall dort, wo akzentuiertes Musik- oder Ge-
sangsgeschehen aufgenommen werden soll, wo es auf ein brillantes,
durchsichtiges Klangbild ankommt, Pianissimostellen genauso klar
wie Fortissimo-Passagen unverzerrt übertragen werden sollen, wenn
Popgeräusche der Blasinstrumente Probleme erwarten lassen, dort
liegt das Einsatzgebiet für das C 535 EB. Aufgrund umfangreicher
Tests, die mit Musikern sowohl auf der Bühne als auch im Studio durch-
geführt wurden, empfehlen wir das C 535 EB besonders für die in der
Folge erwähnten Anwendungen.
Gesang Instrumental
Solist Akustikgitarre
Chor Klarinette
Querflöte
Trompete
Posaune
HiHat
Becken
Snare
Gesang
Die menschliche Stimme ist von der Klangbildung her eine sehr kom-
plexe Schallquelle. Außerdem ist unser Ohr gewissermaßen auf Stim-
men „trainiert“ und kann feinste Abweichungen bereits erkennen. Man
unterscheidet zwischen stimmlosen Zischlauten, die in sehr hohe Fre-
quenzbereiche reichen, Explosivlauten, die Wind- und Popgeräusche
verursachen, und Vokallauten, die durch bestimmte Formanten (be-
tonte Frequenzbereiche) der Stimme den Charakter geben.
Der Frequenzbereich der menschlichen Stimme liegt etwa zwischen
90 Hz und 10 kHz (einschließlich Grund- und Obertönen). Für den Ge-
sang ist das C 535 EB deshalb besonders geeignet, da es erstmalig als
Kondensatormikrofon die geeignete Robustheit und Unempfindlichkeit
gegenüber Körperschallanregung aufweist. Außerdem ist es durch
einen versenkt eingebauten Mehrzweck-Umschalter möglich, auf
Besonderheiten der Übertragung einzugehen.
1. Die Empfindlichkeit des Mikrofons kann von dem für Kondensator-
mikrofone üblichen Wert von ca. 7 mV/Pa auf einen um 14 dB reduzier-
ten Wert (auf ca. 1/5) gebracht werden. Damit kann das C 535 EB auch
an jene Geräte angeschlossen werden, die für den Anschluss von dyna-
mischen Mikrofonen ausgelegt sind.

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2. Ein sogenanntes Cut-off-Filter ermöglicht das Absenken von tieffre-
quentem Störschall (wie Rumpeln, Fußbodengeräusche etc.) unter
100 Hz mit einer Steilheit von etwa 12 dB/Oktave.
3. Ein Roll-off-Filter kann den bei Einmembransystemen üblichen Nah-
effekt (besondere Betonung der tiefen Frequenzen bei Besprechungs-
abständen unter 30 cm) ausgleichen. Ein elastisch gelagertes Mikrofon-
System sorgt für eine wirksame Unterdrückung von störenden Hantie-
rungsgeräuschen. Der eingebaute Wind- und Popschutz unter dem
Drahtgitterkorb aus rostfreiem Stahl wird besonders akzentuierte Ex-
plosivlaute soweit unterdrücken, dass störende Übersteuerungen der
Übertragungsanlage im tieffrequenten Bereich vermieden werden.
Geübte Sänger werden alleine durch die Handhabung des Mikrofons
das Bestmögliche auf dem hochwertigen Schallwandler herausholen.
Grundsätzlich können durch die Art des Besingens (direkt oder seitlich
vorbei) und dem Abstand von Mund zu Mikrofon Klangveränderungen
erzielt werden, die man bewusst üben und optimieren kann.
Akustikgitarre
Die Akustikgitarre ist ein sehr leises Instrument. Eine wirksame Anhe-
bung der Lautstärke im Vergleich zu anderen Instrumenten ist daher
fast immer erforderlich. Die Mikrofonaufstellung und Ausrichtung ist im
Wesentlichen von der Art der Gitarre und der Spielweise abhängig.
Konzertgitarren, mit Darm- oder Kunststoffsaiten bespannt, sind vom
Klangspektrum her sehr obertonarm. Die Abstrahlung der Bässe erfolgt
überwiegend durch das Schallloch, die hohen Frequenzen dagegen
durch die Decke. Das C 535 EB soll auf folgenden Bereich der Decke
gerichtet werden:
Ausgehend von der Spielhaltung des Instrumentes liegt die optimale
Stelle auf der Senkrechten zwischen Steg und Fußboden im unteren
Bereich des Gitarrenkorpus.
Im Gegensatz zur Konzertgitarre ist die Westerngitarre, da mit Stahlsai-
ten bespannt, im Klangspektrum obertonreicher. Die Ausrichtung des
C 535 EB erfolgt mehr in Richtung des Schallloches. Mikrofonabstand
ca. 20 cm, hängt aber im Wesentlichen von der Spielweise des Interpre-
ten ab. Durch leichte Variation der Richtung bzw. Distanz kann das
Klangbild etwas variiert werden. Bedingt durch die Notwendigkeit, das
Mikrofon im Nahbereich des Instrumentes zu platzieren, werden tiefe
Frequenzen stark angehoben und überbetont. Eine Kompensation die-
ses Naheffektes kann am Schalter erfolgen.
Stellung –14 dB .
Eine weitere Stelle der Gitarre, auf die das C 535 EB ausgerichtet wer-
den kann, ist am Bund 14, etwa im Übergangsbereich Hals – Korpus.
Westerngitarren mit eingebautem Pick-up haben naturgemäß ein fla-

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ches Klangbild, da magnetische Pick-ups nur mittlere Frequenzen gut
übertragen. Aufgrund der Abstrahl-Charakteristik der Akustikgitarre, die
hohen Frequenzanteile werden direkt von den Saiten, die Bässe durch
das Schallloch abgegeben, kann durch Einsatz eines zusätzlichen
Mikrofons ein ausgeglichenes Klangbild erreicht werden.
Klarinette
Das C 535 EB eignet sich auch bestens zur Abnahme der Klarinette. Der
lineare Frequenzgang mit geringer Anhebung der Höhen um ca. 2 dB ist
ideal geeignet, das Klangspektrum dieses Instrumentes zu übertragen.
Die Abstrahlung der Frequenzkomponenten zwischen 800 Hz und 3 kHz
erfolgt ausschließlich über die Klappen. Bei höheren Frequenzen verla-
gert sich die Abstrahlung zum Schallbecher hin. Frequenzen ab ca.
5 kHz werden nur noch durch den Schallbecher abgestrahlt.
Um ein ausgewogenes Klangbild zu erreichen, wird das C 535 EB auf
ein Bodenstativ z. B. ST 200 montiert und auf den konischen Bereich
der Klarinette ausgerichtet. Es zeigt dabei etwa auf die letzte untere
Klappe.
Querflöte
Die Hauptabstrahlrichtung der Querflöte liegt bis ca. 3 kHz in Blasrich-
tung des Flötisten. Für höhere Frequenzen verlagert sich die Vorzugs-
richtung weiter nach rechts, seitlich dem Flötenende zu. Dementspre-
chend ist auch bei der Abnahme der Flöte die Art der Musikdarbietung
ausschlaggebend für die Mikrofonposition. Je nach gewünschter Klang-
färbung kann das C 535 EB zwischen 2 und 5 cm bzw. 10 und 20 cm vor
den Lippen positioniert werden. Zur Vermeidung starker Blasgeräusche
empfiehlt es sich, am Mikrofon vorbeizublasen. Bei direktem Mikrofon-
kontakt bläst man am besten unter das Mikrofon.
Während des Spielens sollte sich nach Möglichkeit die Position der Lip-
pen zum Mikrofon nicht verändern. Ist auch die Übertragung der hohen
Frequenzkomponenten über 3 kHz erforderlich, wird ein zweites Mikro-
fon zusätzlich benötigt, z. B. das Zweiwegmikrofon D 224.
Trompete
Im Gegensatz zu anderen Instrumenten ist die Auswahl der richtigen
Mikrofonposition aufgrund der Abstrahlcharakteristik bei Trompeten
einfach. Zu beachten sind lediglich: Bis etwa 500 Hz werden die tiefen
Lagen gleichmäßig nach allen Seiten abgestrahlt. Mittlere Frequenzen
werden im großen Winkel, höhere Frequenzen mit immer engerer Bün-
delung, ab 5 kHz etwa mit einem Winkel von 30° vom Schallbecher in
Blasrichtung des Spielers abgestrahlt. Das C 535 EB wird auf ein

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Bodenstativ montiert und im Abstand von ca. 30–50 cm im spitzen Win-
kel auf das Instrument ausgerichtet. Das bedeutet, es soll am Mikrofon
leicht vorbeigeblasen werden, um vor allem bei hohem Schalldruck die
Übertragung von Blasgeräuschen zu vermeiden. Der Mikrofonpegel ist
mit Hilfe des Schalters – auf Stellung –14 dB linear – abzuschwächen,
um bei Passagen hoher Dynamik eine Übersteuerung des Mikrofones
und damit Verzerrungen zu vermeiden.
Stromversorgung:
Das AKG C 535 EB kann aus Phantomspeisequellen nach DIN 45596
gespeist werden. Diese Norm schreibt eine positive Spannung von 12,
24 oder 48 V an den NF-Leitungen gegen die Kabelabschirmung vor.
Folgende Anschlussschemata werden empfohlen:
Schaltung mit Eingangsübertrager mit Mittenanzapfung (erdfrei).
Schaltung mit Eingangsübertrager ohne Mittenanzapfung (erdfrei).

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Die Widerstände 2 x Rv dürfen maximal 0,5 % Toleranz aufweisen, da-
mit die Symmetrieanforderungen erfüllt werden.
Normwerte für Rv (oder 2 x Rv):
+ UB Rv 2 x Rv
12 V ± 2 V 680 Ohm 330 Ohm
24 V ± 4 V 1200 Ohm 680 Ohm
48 V ± 4 V 3300 Ohm 6800 Ohm
Phantomspeisung bei unsymmetrischen Verstärkereingängen
Sind die Verstärkereingänge geerdet oder keine Eingangsüberträger
vorhanden, müssen entweder Kondensatoren oder zusätzliche Trans-
formatoren in die NF-Leitungen eingefügt werden, um eine Beeinträch-
tigung der Eingangsstufe durch Leckströme zu verhindern.
Technische Daten:
Arbeitsweise: Kondensatorwandler mit
Permanent-Ladung
Richtcharakteristik: Niere
Übertragungsbereich: 20–20.000 Hz ±3 dB von Sollkurve
Empfindlichkeit bei 1000 Hz 7 mV/PaⳎ-0,7 mV/µbar
(Leerlauf): (–63 dBV, bez. auf 1 µbar)
Elektriche Impedanz: 200 Ohm, ±20 % symmetrisch
Empfohlene Lastimpedanz:
600 Ohm
Magnetfeld-Störfaktor (bei 50 Hz): 4 µV/5 µT
Äquivalentschalldruckpegel
nach DIN 45412 (A-bew.): 21 dB-A

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Grenzschalldruck (für 1000 Hz
und 600 Ohm Lastimpedanz,
Klirrfaktor k = 1 %): 80 PaⳎ130 dBSPL
mit –14 dB Abschwächung: 400 PaⳎ144 dBSPL
Zulässige klimatische Temperaturbereich:
Verhältnisse: min. –20° C, max. +60° C
Rel. Luftfeuchtigkeit:
99 % (bei +20° C)
Speisespannung: 9–52 V (nach DIN 45596)
Stromaufnahme: ca. 1 mA
Stecker: 3-poliger Standard XLR-Stecker
Stift 1: Masse, Stift 2: NF inphase,
Stift 3: NF
Gehäusematerial: Zink-Alu
Oberfläche: matt-schwarz
Abmessungen: 46 mm ∅Mikrofonkopf,
184 mm Gesamtlänge
Gewicht: 300 g netto, 780 g brutto
Lieferumfang: Stativanschluss SA 41/1
Empfohlenes Zubehör: Pop-, Windschutz W 23
Netzgerät, 2-kanalig N 62 E
Netzgerät, 6-kanalig N 66 E
Batteriegerät B 18
Dieses Produkt entspricht der Norm EN 50 082-1.
Maßzeichnung:

10
Schaltplan:
Frequenzkurve:
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